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Da müssen sogar die Jünger schlucken: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“

Sie hatten schon oft beobachtet, wie der Kamelführer sein Tier antreiben musste, dass es sich klein machte, um durch das Nadelöhr neben dem großen Stadttor zu kommen. Das war oft verbunden mit lautem Geschrei des Tieres und oft noch lauterem des Treibers.

Wir oft hatten die Jünger dabei schon zugeschaut und nun jammern sie: „Wer kann dann noch gerettet werden?“

Ihnen fällt wohl mit Schrecken ein, dass sie vielleicht auch ein gutes Auskommen haben, nicht unbedingt zu den Armen der Gesellschaft gehören und vielleicht so manches Mal mehr Gedanken daran verschwenden, wie sie ihren Besitz noch mehren könnten, als dass sie - wie es Jesus von dem jungen, unbescholtenen Mann forderte - alles, was sie hatten, verkauften und das Geld den Armen gaben. Sie müssen wirklich schlucken an dem, was sie aus dem Mund Jesu hören.

Jesus provoziert und es ist gut so, denn dann kommen die Jünger - und auch wir - zum Nachdenken. Es bleibt die Frage:

Wie halte ich es mit meinem Besitz und wie gehe ich

mit den Armen um?

„Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“

Ich erlebe, dass sich unsere Kirche in einer sehr ernsten Lage befindet. Angesichts der finanziellen Unregelmäßigkeiten, die in unserer Diözese im Sommer bekannt geworden sind und im Anbetracht der Missbrauchsfälle, die veröffentlicht wurden, werden zumindest die Verantwortlichen unserer Diözese kleinlaut.

Ich habe unseren Bischof Franz dieser Tage beim Priester - und Diakonentag in Heidenfeld erlebt. Eine ganze Stunde hat er referiert zum Thema der Missbrauchsfälle und es war ihm eine sehr große Betroffenheit anzumerken. Ich nehme ihm ab, wenn er davon spricht, sich mit aller Kraft und Ernsthaftigkeit mit den Verbrechen auseinanderzusetzen, mit denen sich Geistliche vor allem an Kindern schuldig gemacht haben.

Finanzprobleme, Missbrauchsfälle: Wie gesagt, unsere Kirche befindet sich in einer sehr ernsten Lage. Da ist es gut, sich auf Jesus zu besinnen. Wir müssen uns an Jesus messen lassen. Wir alle, unser Bischof, die Verantwortlichen unserer Diözese, die Verantwortlichen unserer Gemeinden, jeder und jede von uns persönlich. Dabei stehen Fragen im Raum:

  • Wie sind wir Zeugen der Frohen Botschaft?
  • Was ist uns wichtig?
  • Woran orientieren wir uns?
  • Was wollen wir in der Gesellschaft fördern und erreichen?
  1. Als erstes kommt mir dabei die erste öffentliche Predigt Jesu in seiner Heimat Nazaret in den Sinn. Er liest aus dem Buch des Propheten Jesaia vor, wo es heißt. „Der Geist des Herrn ruht auf mir. Er hat mich gesalbt und gesandt, den Armen die Frohe Botschaft zu verkünden.“ (LK 4)

    Ja, das ist das wohl allererste, was wir dazu sagen können: Gott schenkt uns seinen Geist. Öffnen wir uns diesem Geist - in unserem Morgengebet: „Komm, heiliger Geist, führe und begleite mich an diesem neuen Tag!“

    Oder anders herum: „An Gottes Segen ist alles gelegen“, so hat es meine Oma schon vor vielen Jahren uns Enkeln beigebracht. Mit dem Segen Gottes, mit der Bitte um seinen Heiligen Geist in den neuen Tag starten, das ist vielleicht das erste, was wir zu tun haben.

  2. Und ein Zweites: Unser Tun und Reden an Jesus messen. „Jesus, was würdest du jetzt - in diesem Augenblick - an meiner Stelle tun oder sagen?“ Vielleicht brauchen wir da viel mehr Aufmerksamkeit, immer wieder einmal unseren Alltagstrott zu unterbrechen, mit den Augen unseres Herzens Gott anzuschauen, ihm von dem zu erzählen, was uns gerade beschäftigt und unser Arbeit in seine Hände zu legen. Aufmerksamkeit, unser Tun und Reden an Jesus messen. Das wäre das Zweite, was mir so kommt.

    Und ich denke, wir leben dann nicht mehr nur so in den Tag hinein, sondern wir versuchen es mehr oder weniger gut, es Jesus gleichzutun. Wir geben ihm die Chance, unser Leben mitzugestalten, indem wir aufmerksam sind und nicht gedankenlos im Hamsterrad des Alltags durchzudrehen.

    Vielleicht werden wir dennoch manches Mal selbst so zaghaft, wie die Jünger aus dem Evangelium und fragen uns, ob wir tatsächlich auf dem Weg zum Reich Gottes sind. Doch dieses Reich erreichen wir nicht mit unseren eigenen Anstrengungen. Es ist im Letzten ein Geschenk Gottes, des barmherzigen Vaters, dass wir in sein Reich gelangen. Wie sagt doch Jesus? „Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für ihn ist alles möglich.“

    Wir können uns das Reich Gottes nicht verdienen, schon gar nicht kaufen. Wir können es nur dankbar annehmen aus den Händen des lieben Vaters. Wir gelangen deshalb auch in dieses Reich, wenn wir wie Kinder sind, die alles von ihrem Vater erhoffen und erbitten.

    Geben wir Gott die Chance, uns an die Hand zu nehmen und in sein Reich zu führen, in der Kraft und unter der Führung des Geistes Jesu als ehrliche und aufmerksame Kinder Gottes! Amen.

Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof  von San Salvador, starb am 24. März 1980, erschossen am Altar auf Befehl der politisch Mächtigen. Er wusste um die Gefahr, denn er predigte noch unmittelbar vor seinem Tod:

"Wer sich davor hütet, die Gefahren des Lebens auf sich zu nehmen, so wie es die Geschichte von uns verlangt, der wird sein Leben verlieren. Wer sich hingegen aus Liebe zu Christus in den Dienst der anderen stellt, der wird wie das Samenkorn, das stirbt, aber in Wirklichkeit lebt."

katholisch.de – Maria ist die Mutter Jesu. Daher wird sie auch die „Mutter Gottes“ genannt. Der Tag, an dem sie starb, ist für uns Christen ein ganz besonderer. An Mariä Himmelfahrt erinnern wir uns daran, wie Maria gestorben und in den Himmel gekommen ist. Über den Tag, an dem Maria in den Himmel kam, steht nichts in der Bibel. Deshalb gibt es viele verschiedene Geschichten darüber, die die Menschen sich erzählen.

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Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Auch die Kirche feiert mit: Seit 1955 ist der "Arbeiterkampftag" auch der Gedenktag von Josef, dem Arbeiter – der Vater Jesu und Zimmermann erinnert an die Würde der menschlichen Arbeit.

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